Geld für Krautreporter

Okay. Ich mache jetzt auch mit. Ich geben den Krautreporten Geld, damit sie den Onlinejournalismus reparieren. Obwohl erstmal einiges dagegen spricht. Denn ich bin genauso wie der Mensch hier der Meinung, dass der Onlinejournalismus in Gänze gar nicht so zerstört ist. Es erscheint mir auch etwas vermessen, dass nun gerade diese 25 Leute es schaffen werden, ihn zu retten. Zudem könnte man in der Tat erwarten, dass diese 25 Journalisten für einen Vorschuss von 900.000 Euro zumindest mal einen Dummy vorlegen, damit man eine ungefähre Ahnung bekommt, was genau sie da vorhaben. Frauenquote wäre auch noch ein Thema.

Aber, aber, aber … am Ende sieht es doch so aus, dass das mit bezahlbaren Journalismus im Internet bislang alles andere funktioniert. Das merke ich als Onlineredakteurin ja täglich selber. Und wenn da mal jemand was unternehmen will, in dem er Wege sucht, sich von Verlagen und von der Werbung unabhängig zu machen, dann sei er darin unterstützt. Und jaja, fünf Euro im Monat sind ja nichts – so im großen Dispo-Ganzen.

Also hoffe ich einfach, falls sie den Endspurt noch schaffen (Freitagabend ist Schluss), halten sie das Versprechen: „Geschichten, die Sie interessieren!“ Also mich.

Und jetzt ist auch noch Frank Schirrmacher tot, dessen Zitat seit Tagen schon die Krautreporter-Seite ziert: „Das Ereignis dieser Tage ist doch, dass eine Idee wie Krautreporter, die aus dem Herzen des Internets kommt, zumindest partiell auf Bezahlinhalte und den Club-Charakter setzt, den die Printmedien seit Jahren diskutieren und nie umsetzen.“

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